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Lauf aufs Nebelhorn

Als heute morgen um fünf Uhr der Wecker klingelte sah ich durch das Fenster einen wolkenlosen Himmel, und da kam sie wieder, die Vorfreude auf unser heutiges Abenteuer, den Lauf von Oberstdorf aufs Nebelhorn und wieder zurück.

Um 5:30 Uhr klingelte mein nachbar Wolfram und wir stärkten uns für das was kommen sollte erstmal mit einem kräftigen Frühstück, bevor wir uns um 6:15 Uhr auf die 2 1/4 Stunden lange Anfahrt nach Oberstdorf machten.

Als wir immer weiter ins Allgäu vorstießen, wurde unsere Laune allerdings immer mieser.
Anstatt des vom Wetterbericht angekündigten Sonnenscheins erwarteten uns dicke Wolken und es dauert nicht lange bis es anfing zu regnen.

Super, also habenwir uns in Oberstdorf erstmal per Auto den ersten Streckenteil angeschaut, immer in der Hoffnung, daß es endlich trocken würde.

Aber diesen Gefallen wollte uns das Wetter nicht tun, also entschlossen wir uns um 9:30 Uhr halt im regen loszulaufen, und Sachen zum Wechseln im Rucksack, den jeder dabei hatte mit zu nehmen.

Am Marktplatz inmitten der Fußgängerzone gings los direkt auf dem Weg zu den Skisprungschanzen, hier noch flach und nach einem Kilometer leicht ansteigend.

Los ging der Berglauf dann allerdings bei Kilometer 1,5 direkt unterhalb der Schanzen. Da ja morgen der offizielle berglauf hier statt findet war jeder Kilometer markiert und es waren auch Richtungspfeile angebracht, die ich allerdings dummerweise nicht alle sah und mich dadurch zweimal verlaufen habe, und dann wieder zurück mußte.

Hier ging es jetzt auf einer Asphaltstraße in Serpentinen steil bergauf bis zur Mittelstation Seealpe auf knapp 1300 m über NN.

Das waren dann zum Einstieg schon mal vier Kilometer mit einem Höhenunterschied von knapp 500 Metern. Da wir ausgemacht hatten, daß jeder sein Tempo läuft hatte ich da schon einige Minuten Vorsprung, die ich allerdings dann durch das verlaufen wieder verlor und Wolfram und ich dann auf dem nächsten halben Kilometer, der nur leicht bergan ging wieder gemeinsam liefen.

Als die Steigung wieder heftiger wurde, setzte ich mich wieder nach vorne ab um die letzten fünf Kilometer anzugehen.

Doch jetzt ging es erst richtig ab, nach einer Kurve baute sich plötzlich eine Wand auf, und ich dachte nur "Oh Gott, hier läuft aber garantiert niemand mehr"

Und so fiel ich vom Laufen ins Gehen über, immer mit einem kräftigen Druck auf die Oberschenkel um die Streckung zu unterstützen, um dadurch schneller zu sein.

Nach drei Kilometern und 650 Höhenmetern erreichte ich die Staion Höfatsblick, wobei ich bei diesem teilstück mehr geangen als gelaufen bin, aber bei knapp 22 % Steigung im Schnitt ist dies auch nicht verwunderlich.

Jetzt liefen wir richtig in die Wolken rein, wobei es glücklicherweise schon ab der Seealpe nicht mehr regnete, und es wurde mit einem eisigen Wind saukalt. Dummerweise hab ich mich hier das zweite Mal verlaufen und ich durfte als ich in einer Sackgasse ankam wieder wenden.

Bis hier verlief die Strecke durchgehend auf Aspahlt und wechselte jetzt über auf Stufen, Felsen, loses Geröll und Steine für die letzten etwas mehr als 1,5 Kilometer, die es aber mit 300 Höhenmetern auch von der Steigung her nochmals in sich hatten.

Interessant waren die Blicke und Kommentare der Wanderer, an denen man vorbeikam, wie bewundernd oder einen für verrückt erklärend man da mit Ansprachen bedacht wurde.

Nach netto (abzgl. verlaufen) 1:19 Stunden kam ich oben in einer Saukälte an und wartete noch auf Wolfram um dann einen heißen Tee zu trinken, bevor der Abstieg begann.

Und der war echt brutal, denn das ging voll auf die Oberschenkel.

Bis zur Seealpe, wo es dann moderater wurde, war an ein geradeaus bergab laufen nicht oft zu denken, da es einfach zu steil war.

Aber dann lies ich es richtig laufen und so war ich dann nach 49 Minuten unten an der Skisprungschanze und wartete dort auf Wolfram, von dem ich mich kurz vor der Seealpe gelöst hatte um es bergab richtig laufen zu lassen.

Gemeinsam liefen wir dann zurück zum Marktplatz und dann weiter zum Auto um erstmal einen kräftigen Schluck Ultra Refresher zu trinken.

Nach ausgiebigem Dehnen ging es dann um 13:30 Uhr wieder auf den heimweg, da Abends unser Straßenfest noch auf uns wartete, wo wir dann die verlorenen Kohlenhydrate wieder auffüllen konnten (es gab Hauf Bier).

Sowas wollen wir auf jeden Fall mal wiederholen, halt dann an einem anderen Berg. Mitläufer sind jederzeit willkommen.

Und hier ist noch ein Bild der Steigung.

7.7.07 17:59
 



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